Drohnentag: Technik erleben, die Leben retten kann

Drohnentag: Technik erleben, die Leben retten kann

Wie vielseitig moderne Drohnentechnik heute eingesetzt wird, konnten die Schüler der achten Klassen am Dienstag, 21. Juli, am Walter Knoll Schulverbund in Bad Saulgau hautnah erleben. Einen ganzen Vormittag lang drehte sich alles um Drohnen, ihre technischen Möglichkeiten und die vielfältigen Einsatzgebiete – von
der Arbeit der Feuerwehr bis hin zur Entwicklung eigener Drohnentechnik.
Einen besonderen Einblick in den professionellen Einsatz von Drohnen gaben Christian Oehler, Fabian Schalong und Stefan Vogelmann von der Drohnengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bad Saulgau. In einer anschaulichen und fesselnden Präsentation zeigten sie den Jugendlichen, welche wichtige Rolle Drohnen inzwischen bei Einsätzen der Feuerwehr
spielen. Insbesondere bei Suchaktionen, der Erkundung von Einsatzstellen und in schwer zugänglichen Bereichen kann moderne Drohnentechnik einen entscheidenden Beitrag leisten und die Arbeit der Einsatzkräfte unterstützen.
Dass die Technik dabei nicht nur theoretisch betrachtet wurde, war ein wichtiger Bestandteil des Vormittags. Die Schüler konnten die professionellen Einsatzdrohnen aus nächster Nähe kennenlernen und ihre Möglichkeiten live erleben. Bei einer gestellten Suchaktion demonstrierte die Drohnengruppe eindrucksvoll, wie aus der Luft nach vermissten Personen gesucht werden kann. So erhielten die Jugendlichen einen
unmittelbaren Eindruck davon, wie weit die Technik inzwischen entwickelt ist und wie sie im Ernstfall dazu beitragen kann, Menschen schneller zu finden und Einsatzkräfte gezielt zu unterstützen.
Einen weiteren Blick auf die Welt der Drohnen eröffnete Luca Schweda vom Schülerforschungszentrum Bad Saulgau. Seit vielen Jahren ist er eng mit dem SFZ verbunden: zunächst als begeisterter Schüler, heute als wichtiger Teil des Teams im Bereich Robotics. In seinem Vortrag zeigte er den Schülerinnen und Schülern, wie aus technischem
Interesse und persönlicher Begeisterung über Jahre hinweg fundiertes Wissen und schließlich auch eine berufliche Perspektive entstehen können.
Dabei berichtete Schweda nicht nur von seinem langjährigen Engagement im Schülerforschungszentrum, sondern gab auch Einblicke in seine eigene Arbeit mit Drohnentechnik. Von der Beschäftigung mit Robotik und Elektronik über die Entwicklung eigener Platinen bis hin zum Bau und zur technischen Weiterentwicklung eigener Drohnen wurde deutlich, wie viele unterschiedliche Bereiche in moderner Drohnentechnik zusammenkommen. Für die Jugendlichen wurde so anschaulich, welche Möglichkeiten entstehen können, wenn aus Neugier und Begeisterung für Technik eigene Projekte und
schließlich berufliche Ziele wachsen.
Organisiert wurde der Drohnentag im Rahmen der Innovativ-AG des Walter Knoll Schulverbunds unter der Leitung von Stephan Reitemann, Vanessa Lehner und Julian Bickel. Die Arbeitsgemeinschaft bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, moderne Technologien nicht nur kennenzulernen, sondern selbst praktisch damit zu arbeiten. Bereits
heute stehen dafür mehrere 3D-Drucker sowie verschiedene Geräte zum Lasergravieren und Laserschneiden zur Verfügung.

Foto: 

2048 1152 Walter Knoll Schulverbund